"Falls diese Ärzte an Freiwilligen Versuche
ausüben wollten, dann hätten sie sich nicht
an Himmler und an die Konzentrationslager zu wenden brauchen."
Oswald Pohl im "Pohl-Prozeß" 1947
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Die Kinder
von Auschwitz
Photographie, 1945,
Gedenkstätte und Museum
Auschwitz-Birkenau, Neg.-Nr. 766
Eine Gruppe Kinder, darunter jüdische Zwillinge,
die aus dem Lager Auschwitz befreit wurden. |
Die Ausstellung beschäftigt sich zunächst mit
den wissenschaftlichen und ideologischen Hintergründen
der Versuche und mit ihrem örtlichen Rahmen, dem
Konzentrationslager. Diese menschenverachtende Institution
bildete den rechtsfreien Raum, in dem Menschen gegen ihren
Willen zum Gegenstand von oft tödlichen Experimenten
wurden.
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Fleckfieberversuche (Buchenwald)
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Zwillingsversuche (Auschwitz)
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Gasbrandversuche (Ravensbrück)
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Unterdruckversuche (Dachau)
Im Zentrum der Ausstellung stehen dann vier Versuche.
Sie enthüllen ein breites Spektrum an wissenschaftlichen,
militärischen, ideologischen und wirtschaftlichen
Interessen. Sie geben eine Vorstellung vom furchtbaren
Leiden der Opfer.
Und sie zeigen die Täter, die diese Versuche an den
ihnen ausgelieferten Menschen aus Ehrgeiz und Geltungssucht,
Sadismus und Gewissenlosigkeit durchführten.
"So hat mir, wie ich mich bemühte zu zeigen,
das Dritte Reich ... auf ärztlichem Gebiete eine
große Chance gegeben. Ich habe die Chance genutzt".
Prof. Karl Gebhardt im "Nürnberger Ärzteprozeß"
1947
Abschließend richtet sich der Blick auf die Zeit
nach 1945. Die Ausstellung informiert über den Umgang
mit den Tätern und das weitere Schicksal der Opfer.
Und sie stellt den "Nürnberger Ärztekodex"
vom 20.8.1947 vor, der als wichtige Grundlage für
die Selbstverpflichtung von Wissenschaftlern zur Einhaltung
forschungsethischer Normen gilt.
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